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22. June 2018
 
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Projektverlauf

Im November 2004 wurde JAG mit der Aufgabe betraut zusammen mit dem Weltmarktführer in der Herstellung von Hydraulikkomponenten, der Parker Hannifin Corp Hose Product Division Europe ein Konzept auszuarbeiten, welches die Versorgung der Herrenknecht AG mit Schlauchleitungen optimiert.

Der 1984 gegründete Geschäftsbereich ist stark auf Erstausrüster (OEM) und Ersatzteilmarkt ausgerichtet. Viele nahrhafte Erstausrüstern in Europa und dem nahmen Osten werden über den Geschäftsbereich bedient. Die Produkte und Dienstleistungen sind auf die speziellen Kundenwünsche der Märkte ausgerichtet. Parker liefert bewährte, absolut leckagefreie Hydrauliksysteme – weltweit.

Datenfluss-Schema bei der Schlauchkonfektionierung

Bei der Umsetzung der Anforderung der Herrenknecht AG musste das Hauptproblem gelöst werden, dass 80% der Leitungsbedarfe adhoc an der zu montierenden Maschine entstehen und binnen kürzester Zeitfenster dort verfügbar sein müssen. Da jede, von Herrenknecht projektierte Maschine ein Unikum darstellt ist das Spektrum der unterschiedlichen Leitungskonfigurationen nicht eingrenzbar. Weiterhin sollten alle Datenflüsse transparent in den Warenwirtschaftssystemen der beteiligten Partnern aufgezeichnet sein.

Reduzierung der Teilevielfalt und Bereitstellung im Konsignationslager

Um die Verfügbarkeit der Bedarfe sicherstellen zu können wurde durch Parker ein Konsignationslager bereitgestellt, in welchem sich der grösste Teil der von Herrenknecht benötigten Komponenten befindet. Bereits im Zuge der Auswahl der Produkte, welche im Konsilager bereitgestellt wurden, konnte die bisher eingesetzte Teilevielfalt enorm verringert werden. Weiterhin wurde von Parker das Maschinenpaket, welches die Konfektionierung der Leitungen benötigt beigestellt. JAG lieferte das EDV-technische Know-how und das Personal zur Konfektionierung der Leitungen. Untergebracht ist das „Servicecenter Schwanau“ in einer 1300m² großen Halle unweit des Herrenknecht-Geländes.

Modifikation bestehender Prozesse in der Beschaffung

Die Bestellabläufe wurden so modifiziert, dass dem Werker die Möglichkeit gegeben wurde den eben an der Maschine ausgemessenen Leitungsbedarf über ein Bestellterminal in der Halle direkt an JAG zu senden. Dazu kommt ein internetbasierter Leitungskonfigurator zum Einsatz, der es ermöglicht, neben den Spezifikationen der Leitung, die kompletten für Herrenkencht kostenrechnerisch relevanten Daten in einem Auftrag an JAG zu transportieren. Nach Übergabe der Daten an die Schnittstelle des Warenwirtschaftsystem von JAG werden automatisch die Papiere zur Konfektionierung der Leitung erstellt und direkt in der Werkstatt ausgedruckt. In geringsten Zeitfenstern sind die Mitarbeiter von JAG in der Lage die Aufträge zu fertigen, rückzumelden und dem Werker von Herrenknecht am Bedarfsort bereitzustellen. Sobald der Auftrag rückgemeldet ist werden die Auftragsdaten per EDI an die Warenwirtschaftssysteme von Herrenknecht und Parker gesendet.

Elektronischer Rechnungsdatenaustausch

Bei Herrenknecht wird automatisch eine Belastung des Kostenträgers vorgenommen, für welchen der Bedarf entstanden ist. Bei Parker wird an Hand der von JAG übertragenen Fertigungsdaten eine Rechnung für die eben ausgelieferte Leitung generiert. Diese Rechnung wandert per EDI zurück zu JAG und wird dort in das Format umgesetzt, welches das Warenwirtschaftssystem von Herrenknecht an ein elektronisches Dokument zum Rechnungsdatenaustausch fordert. Dieses Datenpaket wird wiederum an Herrenknecht übertragen, wo schlussendlich der Abgleich zwischen der durch JAG erzeugten Belastung des Kostenträgers und der tatsächlichen Rechnungssumme erfolgt. Stimmen die Daten überein erfolgt automatisch die Verbuchung der Daten und der Anstoß der Zahlung zum vereinbarten Zahlungsziel.

Produktivstart

Zum 01.03.2004 erfolgte der Produktivstart der Konzeption. Viele Unbekannte wurden erst zu diesem Zeitpunkt offensichtlich und mussten vom Projektteam in kürzester Zeit bearbeitet werden. Trotz der zu bewältigenden Zusatzaufgaben konnte die Versorgungssicherheit und die Zuverlässigkeit des Datenflusses problemlos aufrecht erhalten werden. Seither werden ca. 6.000 Bestellpositionen pro Monat in den unterschiedlichsten Konfigurationen, zwischen 6mm und 200mm Durchmesser, Ein- Zwei oder Multispiral, sowie in Längen zwischen 20 und 20.000mm gefertigt. Die Versorgungssicherheit strebt nahezu gegen 100%, kürzeste Zeitfenster von bis zu einer Stunde können bedient werden. Auf Grund der Übertragung der Daten in das Herrenknecht-System ist eine lückenlose Dokumentation der Daten und Kalkulation auf Kostenträgerebene möglich. Der Aufwand in der Rechnungsprüfung und – Verbuchung entfällt, was auf die automatische Prüfung und Verbuchung derselben zurückzuführen ist.

Ein weiterer Vorteil der Kooperation, sind die Wertanalyse-Teams von Parker, die dem Kunden Einsparpotentiale durch Substitution von Montagekomponenten aufzeigen. Eine transparente Supply-Chain mit klar verteilten Kompetenzen, bestmöglichen technischen Support und kurzen Wegen runden das Konzept ab.

Mittlerweile wurde die Dienstleistungskonzeption, welche exklusiv für die Herrenknecht AG aufgebaut wurde für weitere in der Region ansässige Unternehmen geöffnet, so dass mittlerweile zwei weitere Kunden von den Benefits des Servicecenter Schwanau profitieren können.

Letzte Aktualisierung: 09.06.05 zurück | Druckversion | nach oben
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